Wörterbücher und Internet

Die “Wiener Zeitung” streift in einem Artikel ein interessantes Thema: “Wörterbücher und ihre Verlage in Zeiten des Internet”. Da es ja zunehmend auch sehr brauchbare, kostenlos verfügbare online- Wörterbücher gibt, kommen die Wörterbuchverlage natürlich entsprechend unter Druck: Versuche mit Bezahltsystemen (www.diccionarios.com von Larousse) gibt es ebenso wie werbefinanzierte Gratis-Angebote (www.pons.eu). Um sich aber gegen die wachsende Konkurrenz an crowdgesourceten Wörterbücher behaupten zu können, sind von Verlagsseite mittelfristig sicherlich Zusatzdienste oder Spezialwörterbücher zu erwarten.

Eine Übersicht über die online verfügbaren Ressourcen und Meta- Suche in diesen ist bequem über den Glossary Crawler und den Translatr möglich.

Business & Markting: Vorausschau auf die Trends des Jahres 2010

Eine wundervolle Zusammensstellung der Voraussagen führenden Köpfe für’s Jahr 2010.

“They will (in 2010) increasingly begin moving toward providing personalized, location-aware, device-independent content (content that can be formatted on-the-fly for whatever device the user needs/wants to use – iPhone, laptop, print, etc.) This move will be based on the need to deliver the right content to the right prospects at the right time in the right format and language. Consumer expectations will drive the change.”

Viel Erfolg!

Alte Übersetzerweisheit

Trados lernen heisst Fluchen lernen.”

Google Translator Toolkit II

Wie wir wissen arbeitet Google an seinem “Google Translation Center“, einer Art one-stop-Auftragsportal für Übersetzungen. Dass dies lediglich ein halbherziger und ausserdem sehr schlecht verhüllter Versuch ist, die Termbases der Google-eigenen maschinellen Übersetzung und Lokalisierung kostenlos von Hobby-Webmastern und ideologisch verirrten “Übersetzern” füttern zu lassen, darauf hatten wir bereits hingewiesen.

google translation center
Inwischen ist das Übersetzerseitige “Google Translator Toolkit” aufgeschaltet und nutzbar und bestätigt unsere bereits beschriebenen Befürchtungen: Der “Google Translator Toollkit”- Workbench ist im Vergleich zu den “wirklichen” CAT-Tools reichlich sparthanisch gehalten und wird -obwohl SDL Trados mit ihrem 2009 Studio gerade eine kolossale Bauchlandung zeigen- wahrlich niemanden zum Wechsel einladen. Zumal in den Nutzungsbedingungen* der Nutzer Google die vollumfängliche Nutzung und Weiterverarbeitung der eingegebenen Daten (Quelltext!, Zieltext!! TM!!!) gewährt. Dies ist für professionelle Übersetzer aus zahlreichen Gründen absolut unakzeptabel.

(“Hurra! Google gibt uns *GRATIS* bunte Plastik-Schäufelchen, damit wir das Grab des Ansehens und der Stabilität unseres Berufs schaufeln *dürfen* !!”)

Leider ist dennoch zu befürchten, dass dem einige Kollegen auf den Leim gehen werden, denn GMail-Accounts von Übersetzern werden allen bekannten Bedenken bezüglich der Vertraulichkeit leider auch immerwieder gesehen…

* “By submitting your content through the Service, you grant Google the permission to use your content permanently to promote, improve or offer the Services. If Google publicly displays any of the content you submitted through the Service, Google will display only portion(s) and not the entirety of the content at one time. “

(Für Google selbst stehen jedoch sämtliche TMs und Texte frei und offen und ewig zur Vefügung..)