Google arbeitet an einem neuen Service, dem Google Translation Center. Noch ist der Service nicht offiziell gestartet und auch online nur zeitweise einsehbar. Nach den Informationen auf der Haupsteite ist aber folgendes geplant:

Jedermann soll einen Übersetzungsauftrag publizieren können und spezifizieren, ob dieser von Freiwilligen (kostenlos??) oder “professionellen” Übersetzern ausgeführt werden soll. Daraufhin soll der Interessent Angebote für die Übersetzung erhalten. Google unterstreicht, dass die Bezahlung des Honorars für den Übersetzer eine Sache zwischen Übersetzer und Auftraggeber ist, dass Google hier also weder vermittelt, noch garantiert oder gar den Geldtransfer übernimmt.
Sowohl der Ausgangstext als auch die fertige Übersetzung laufen über Google-Server, welche die Texte dann wohl auch eingehend analysieren: Seit einiger Zeit schon engagiert sich Google stark auf den Gebieten maschinelle Übersetzung und Lokalisierung. Nun soll wohl mit Google Translation Center ein Heer von Freiwilligen und sogenannten professionellen Übersetzern Paralleltexte en masse generieren.

Tatsächlich: Google stellt für die Übersetzung auch einen eigenen “Translator Workbench” zur Verfügung, womit auch sämtliche Termbases, Versionen und Korrekturen von Google protokolliert werden können.
Das ist denn auch der springende Punkt: Google preist sein “Translation Center” unter anderem mit dem Argument an, Geschwindigkeit, Qualität und Kostenvorteile bei der Übersetzung genau dadurch zu erreichen, dass bei den durch Google schon maschinell vorüberetzten Dokumenten die Übersetzer “nur noch” Verbesserungen anbringen müssen… Au waia.
Dazu passt denn auch folgende Stelle in den FAQ:
Does Google provide guarantees on the quality of the services provided by Google Translation Center?
No. Translations created in Google Translation Center are purely between the translation requester and the translators
Zur Zeit läuft “Google Translation Center” nur für ausgewählte Beta-Tester. Das soll auch so bleiben.
Vor einer Woche watschelte die Zeitungsente, die offizielle Website der olympischen Sommerspiele sei gehackt worden, ungeprüft quer auch durch viele sogenannte Qualitätszeitungen. Weil es ja so gut zur anti-chinesischen Timmung passte, wurde jegliche Sorgfaltspflicht geopfert.

Dabei ging und geht völlig unter, dass die Organisatoren der Olympiade in Peking, China, eine der gelungensten Websites überhaupt geschaffen haben: Schon nach ein paar Minuten Surfen auf der deutschen Version merkt man, dass man glatt bis zur nächsten Olympiade auf dieser Website verweilen könnte und tatsächlich mehr über China und die Olympiade erfährt als anderswo.
So enthält die Website neben einer Fülle anderer Themen (Nachrichten, Sport, Reiseführer, Hintergründe, China, Geschichte, einem Sprachkurs, etc., etc.) auch das “Tagebuch der Freiwilligen“: Zwei als Freiwillige tätige Germanistikstudenten aus Peking bloggen über Ihren Einsatz und die Vorbereitungen.
Die Olympia Website ist in neunSprachen erfügbar (Chinesisch, Englisch, Französisch, Japanisch, Russisch, Spanisch, Arabisch, Esperanto und Koreanisch) und vorbildlich lokalisiert.
Das muss man gesehen haben.
Die Behörden New Yorks kommunizieren ihre Dienste neu in den sieben meistgesprochenen Sprachen der Stadt: Auf Englisch, Spanisch, Chinesisch, Russisch, Koreanisch, Italienisch und Französisch.
Obwohl einige Dienste bereits früher in verschiedenen Sprachen angeboten wurden, ist auf Anweisung von Bürgermeister Bloomberg nun stadtweit verbindlich, sämtliche städtischen Dienste in diesen sieben Sprachen verfügbar zu machen. Nach Bloomberg sind es 1.8 Millionen New Yorker, welche durch mangelhafe Englischkenntnisse Schwierigkeiten bei der Kommunikation mit Behörden haben.
Jede Behörde der Stadt muss nun einen Sprachkoordinator einsetzen, der die Umsetzung der Kommunikation in alle sechs Sprachen unterstützt. Namentlich Formulare, Broschüren, Dokumente und amtliche Schreiben sind von der Anweisung betroffen. Auch die direkte Kommunikation mit den Bürgern soll auch in allen sieben Sprachen und überall gewährleistet werden. Die städtische Telephon- Hotline 311, über die sich Bewohner über städtische Belange informieren können, wird in 170 verschiedenen Sprachen angeboten, der Übersetzungsdienst des Schulsystems ist auf acht Sprachen erweitert worden.
Die sozialen Organisationen der “New York Immigration Coalition” begrüssen die Umsetzung eines Anliegens, auf dessen Dringlichkeit sie schon seit Langem hinweisen. Fast die Hälfte aller New Yorker sprechen im nahen sozialen Umfeld und Zuhause eine andere Sprache als Englisch.
Die Konservativen beweisen derweil ihre Ignoranz und kritisieren die Anweisung, wonach dadurch New York weiter durch Sprachgrenzen geteilt werde. Wer am “amerikanischen Traum” teilhaben wolle, müsse Englisch lernen und beherrschen. Aber das kennen wir ja auch hier bei uns. Im Gegensatz zur konsequenten mehrsprachigen Kommunikation von Regierungsstellen.
Ab heute ist das Social Network LinkedIn neben Englisch auch auf Spanisch als erster “Fremdsprache” verfügbar. Spanisch ist die weltweit am weithäufigsten gesprochene Sprache.
Die Marketingleiterin für Europa, Cristina Hoole, erläuterte bei der Präsentation in Madrid am vergangenen Mittwoch: “Die Idee bestand nicht darin, die Website einfach nur zu übersetzen, sondern ein wichtiges Netzwerk für den spanischen Markt zu schaffen”.
Im Unterschied zu Facebook, welches durch die Gratisarbeit der eigenen Nutzer ins Spanische “übersetzt” wurde, ist LinkedIn von professionellen Übersetzern lokalisiert worden. Die in Facebook verbreiteten Orthographie- und Konkordanzfehler dürften bei LinkedIn folglich fehlen.

LinkedIn zählt schon jetzt fast 300.000 spanische Benutzer welche bisher die englische Version nutzen.