Übersetzer, Social Marketing und Twitter
Auf Twitter, einem Micro-Blogging-Dienst, bei dem Nachrichten mit bis zu 160 Anschlägen publiziert werden können, und welcher einige bisher ungeahnte oder unbezahlbare Kommunikationswege eröffnet, sind Übersetzer als grössere Gruppe recht gut vertreten.
Da sind beispielsweise Jessica, Jed, Matthew, und ein Gründer einer jungen Übersetzeragentur in Japan und viele andere.
Die Entwicklung des Internet und die krisenbedingten Verschiebungen auf dem Markt der Sprachdienstleistungen stellen immer grössere Anforderungen an das Marketing von Agenturen wie Freelancern: Klassische Social Networking-Sites reichen dazu längst nicht mehr aus. Twitter stellt dabei eine Art Bindeglied zwischen “Social Networking” und dem proaktiven Marketing im Wild Wild Web dar: Einerseits kann sich bei Twitter über die “Follower”- Funktion mit Gleichgesinnten oder Kunden verbinden und mit ihnen Gespräche führen, andererseits aber auch mittels Links oder unzähligen Twitter-”Hacks” ins Web oder die reale Welt hinausweisen.
Was Twitter bringt, was es soll und warum plötzlich “alle” twittern, kann kaum jemand wirklich schlüssig erklären. Der Grund ist wahrscheinlich die völlige Ziel- und (nur) scheinbare Nutzlosigkeit des Services, der sich täglich kollektiv weiterentwickelt und das Teilnehmen an diesem Phänomen so spannend macht.
Übrigens: Fast alle Twitterer kennen es: Hyperlinks werden auf Twitter mittels Tinyurl gekappt, was sowohl der Leserlichkeit als auch einer eventuellen Marketingstrategie sehr abträglich ist (Der Vorteil sei angeblich, dass lange Urls nicht die pro Post nur sehr begrenzt verfügbaren Anschläge “wegfressen”). Lange habe ich nach einer Möglichkeit gesucht, twitter.com so einzustellen, dass die Links sichtbar bleiben und nicht verkürzt werden. Gefunden habe ich ausser dem Hinweis, dass Links, welche mit einer Ziffer enden, nicht verkürzt werden. Und die anderen?
Nichts leicher als das:
Um auf Twitter die Links ungekürzt anzeigen zu lassen, reicht ein simpler Trick aus: Einfach den Link in Klammern setzen. So bleibt die Adresse bestehen und der Link funktionsfähig:

