Der spanische Immobilienmarkt steckt tief in der Krise. Die Hausverkäufe brachen im Jänner im Vergleich zum Vorjahr um 27 Prozent ein. Wie das Statistikamt heute weiter mitteilte, wurden auch 26 Prozent weniger Hypothekenkredite vergeben.
Angeheizt von extrem niedrigen Zinsen hatte der Immobiliensektor in Spanien ein Jahrzehnt lang einen kräftigen Boom erlebt und als Konjunkturmotor die gesamte Volkswirtschaft angetrieben. Die Immobilienpreise waren 2004 um 17 Prozent und 2006 um 9,1 Prozent in die Höhe geschnellt. Im vergangenen Jahr kühlte sich der Sektor dann dramatisch ab.
In großen Städten sinken inzwischen die Immobilienpreise. In Barcelona beispielsweise fielen sie im ersten Quartal um 0,5 Prozent, wie eine Umfrage des Online-Immobilienportals Idealista.com ergab. Es war das vierte negative Quartal in Folge. Auch in Madrid und Valencia gehen die Preise nach unten.
