
Während der letzten Monate häuften sich in der Provinz AlmerÃa die Anzeigen polizeilicher Übergriffe auf ImmigrantInnen. Allein im Verlauf der vergangen zwei Monate sind hunderte Klagen von ImmigrantInnen über polizeiliche Misshandlungen eingegangen, die unter dem Schutz vermeintlicher Routinekontrollen von Papieren stattgefunden haben. Bei diesen Operationen wurden die Betroffenen beleidigt und verfolgt. Ausserdem wurde zu ihrer Einschüchterung in die Luft geschossen. Mindestens in einem Fall ist ihnen auch Geld entwendet worden. Die meisten dieser Taten haben in sogenannt prekären Wohnungen stattgefunden; zwei in den als ‘Casas Viejas’ bekannten Ruinen von San Isidro, in NÃjar, die jeweils zwischen 20 und 40 Personen beherbergen. Diese Ruinen werden von den ImmigrantInnen als Übergangslösung genutzt, bis sie eine feste Unterkunft auf den Finkas der Unternehmer oder eine Mietwohung gefunden haben. Ein Teil der BewohnerInnen gehört zu den sin papeles, d.h. hat keine Papiere oder befindet sich bezüglich des Status noch im Prüfungsverfahren. Alle arbeiten als TagelöhnerInnnen in der Landwirtschaft.
