Die madrilenische Stadtverwaltung hat am Mittwoch die Durchführung einer Trauerkundgebung für einen Jugendlichen, der am vergangenen Sonntag von einem Anhänger einer faschistischen Organisation erstochen wurde weil er antifaschistische Buttons trug, verboten und drei faschistische Kundgebungen erlaubt.
Die Trauerkundgebung sei verboten worden, da sie die „öffentliche Ordnung stören“ könnte, erzählte er.
Zugleich hätte die Stadtverwaltung jedoch die Durchführung von drei rechtsradikalen Aufmärschen anlässlich des Todestags des Diktators Franco und des nationalistischen Politkers José Antonio Primo de Rivera, Gründer der faschistischen Bewegung Falange, am 20. November erlaubt, so der Pressesprecher des Koordinationskomitees der antifaschistischen Organisationen gegenüber RIA Novosti. Ihm zufolge werden die Nationale Konföderation der spanischen Soldaten, die Falange und die Nationale Front am kommenden Sonntag Kundgebungen durchführen.
Die Madrider Stadtregierung bestätigte diese Information.

„Die Demonstration der Faschisten in Madrid ist nicht nur für die spanische Demokratie, sondern für ganz Europa eine Herausforderung, wenn man berücksichtigt, dass Franco ein aktiver Verbündeter Hitlers war“, betonte der Pressesprecher.
Am Sonntag fand in Madrid ein bewilligter Aufmarsch der neonazistischen Democracia Nacional statt, der von zahlreichen Gegenaktionen begleitet wurde.
Die Falange Espanola wurde zu Beginn der 30er Jahre unter dem Einfluss der deutschen Nationalsozialisten gegründet und schloss sich während der Diktatur Francos mit anderen faschistischen Parteien zur einheitlichen Nationalen Bewegung zusammen. Als selbständige Partei wurde sie in der Mitte der 70er Jahre wieder aktiv.













