Die Regierung Zapatero ist sichtlich erleichtert, zwischendurch wieder etwas Positives verlautbaren zu dürfen: Laut einer Schätzung der spanischen Regierung soll sich der Ausstoss des Treibhausgases CO2 im vergangenen Jahr um 8 % verringert haben. Damit nähert sich Spanien erstmals seinen Verpflichtungen aus dem Kioto-Abkommen an.
Allein ist dies nicht ein Erfolg der Klimapolitik, sondern nur der extremen Wirtschaftskrise geschuldet dass die Emissionen erstmals nachlassen: Die veralteten Kohlekraftwerke werden alleine wegen sinkender Nachfrage zurückgefahren, die Regierung hatte es vorher nicht geschafft, auch nur eine einzige dieser Dreckschleudern, die für den massiven CO2-Ausstoss verantwortlich sind, zu schliessen. Und auch in Spanien wird der Untergang Automobilindustrie mit viel Geld künstlich hinausgezögert, das Umweltministerium aber bereits 2008 gestrichen. Gemäss einer Studie waren 2007 nur 120 Betriebe für 36 % aller Emissionen verantwortlich.
