Die bisher unter Urlaubern fast noch unbekannte Balearen-Insel Menorca bietet im Gegensatz zu ihrer westlichen Nachbarinsel Mallorca fast überall noch ursprünglichen, mediterranen Flair. Weniger als 90.000 Menschen leben auf der 702 Quadrat-Kilometer grossen Insel im westlichen Mittelmeer. Seit 1993 steht Menorca als Biosphärenreservat unter dem Schutz der UNESCO. Ein Grossteil der Küstenregion darf nicht mehr bebaut werden, wodurch viele versteckte Buchten bis heute in ihrer natürlichen Schönheit erhalten bleiben konnten.
Auf Menorca herrscht ein typisches Mittelmeerklima mit Temperaturen von 16 bis 17 Grad Celsius im Jahresmittel. Der tramontana, ein Nordwind, sorgt im Sommer für eine angenehme Briese und stürmische Windgeschwindigkeiten im Herbst und Winter (bis zu 130 km/h). Segler und Surfer wissen die “Insel der Winde” deshalb sehr zu schätzen, vor allem die Nordküste bietet für Wassersportfans beste Bedingungen.
Der Tramontana prägt auch die Landschaft auf Menorca. Im Norden ist die Küste stark zerklüftet. Meterhohe Wellen an den steilen Abhängen sorgen dafür, dass schon so mancher Wanderer unerwartet nass wurde. Das Hinterland kennzeichnet eine sanfte Hügellandschaft mit viel Natur und grossen Feldern voller Mohnblumen, Kronenmargariten, Hyazinthen und Gladiolen, die im Frühling ein unvergleichbares Farbenspiel veranstalten. Der Süden ist mit seinen weissen, flach abfallenden Stränden bei den Touristen sehr beliebt.
Überall auf der Insel gibt es sehr gute Möglichkeiten für den Wassersport und Tauchen. Hotels finden sich vor allem in den beiden grösseren Städten Maó im Osten und Cituadella im Westen und im Süden. Im Hinterland sind gekannte Restaurants gelegen. Campen kann man auf Menorca auf zwei Zeltplätzen. Ein Golfplatz mit 18 Löchern rundet das touristische Angebot der Insel ab.
